Die Feinde in den eigenen Reihen
“Sollten sich diese beiden Verpflichtungen bewahrheiten, glaube ich ab sofort wieder daran, dass wir am Ende der Saison vor St. Pauli und Kaiserslautern stehen und gegen Tel Aviv mindestens ein Unentschieden raus holen können.” Genau so beendete ich meinen letzten Eintrag. Ein wenig sarkastisch. VOR dem Spiel gegen Hannover. Da ahnte ich noch nicht, wie bitter ernst die Lage noch vor Schließung der Transferliste werden könnte.
Keine Frage. Vergleiche mit dem Saisonstart 1987/88 halte ich für arg überzogen. Ebenso Ausführungen über den Feind in den eigenen Reihen. Christoph Metzelder ist überfordert. Vielleicht reicht seine Qualität auch nicht mehr für eine europäische Topliga. IHM wäre das aber kaum anzukreiden, sondern denen, die ihn verpflichtet haben. Da ich aber genau bei diesen Menschen genug Fachkompetenz vermute, glaube ich daran, dass Metzelder einfach noch nicht seine Normalform erreicht hat. Die wahren Feinde in den eigenen Reihen sitzen und stehen meines Erachtens eher um das Spielfeld herum. Vereinzelt zum Glück.
Apropos Feind. Dieser spielt so, wie wir es gerne würden. Nämlich gut. Mit einer jungen, talentierten Mannschaft. Die Vorstellung, dass wir ohne Champions-League Qualifikation ebenso frei und jung hätten aufspielen können, bereitet mir Magenschmerzen. Soll sich am Ende die Königsklasse als Fluch für unseren geliebten Verein herausstellen.
Ich hoffe nicht und kehre somit zurück zu meinem Eingangssatz, bzw. Schlusssatz des letzten Posts. Ich warte auf Erfahrung und Qualität. Auf Kreativität, Genialität und Drang zum Tor. Ich warte noch genau einen Tag, 15 Stunden und ungefähr ebenso viele Minuten.

Schön, zu wissen, dass man nicht alleine wartet.
Bei Metzelder bin ich übrigens einer Meinung mit dir. Das Geseier vom Trikot, was er unter dem königslbauen Exemplar trägt, kann ich nicht mehr hören.
Hoffen wir das Beste für die nächsten Stunden.