15 Jul

Tod oder Gladiolen

…sagte mal ein berühmter niederländischer Philiosoph! Tod oder Gladiolen heisst es auch für mich, denn heute werde ich mein selbstauferlegtes Schweigegelübde brechen. Mal sehen, ob es selbiges mit meinem Genick anstellt! Aber Tod oder Gladiolen heisst es auch für den FC Schalke 04. Und zwar eine ganze Saison lang.

Erstmal vorweg: Ich bin froh über das Ergebnis der Schalker „Elefantenrunde“. Und das nicht etwa, weil der Verein das 20000-fache meines Nettogehalts  in die Mannschaft zu investiren bereit ist, sondern, weil es die einzige Möglichkeit war, wieder Ruhe auf Schalke einkehren zu lassen. Vorerst. Ich glaube immer noch daran, dass Herr Magath weiß, was er tut. Aber ich hoffe, dass ihm der kurzfristige Erfolg als Trainer nicht wichtiger ist, als die langfristige Konsolidierung des Vereins als Manager und Vorstandsmitglied. Die Formel klingt logisch: Das Geld muss reinvestiert werden, um weiter welches zu machen. Wenn nun aber alles reinvestiert wird, und zwar Jahr für Jahr, wie sollen dann die Schulden abgebaut werden? Und was ist, wenn das verdammt hoch gesteckte Saisonziel – Vizemeister – nicht erreicht wird? Ich muss mich einfach damit trösten, keine Ahnung von der Materie zu haben und warte einfach weiter auf die Meldung, dass wir Diego Forlán verpflichtet haben. Und übergebe somit das Wort an die Finanzerxperten unter euch!

Andreas

Andreas

Fakten:
Emotionsbeauftragter | Jahrgang '79 | Erster, letzter und einziger Verein als Aktiver: BV Rentfort | Wohnhaft in Bochum | Wurde mal fast von einem Affen tätowiert | Unheilbar Gutmensch | Glaubt nicht an soziale Vernetzung
Andreas

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Herr Wieland sagt:

Ich kann Magath verstehen was die Sache angeht. Er kann nichts für die finanzielle Schieflage, hat in der letzten Saison Geld eingespielt und will damit weitermachen, um seine (und unsere) sportlichen Ziele zu erreichen. Ich glaube nicht, dass er von Tönnies nach GE geholt wurde, um die Finanzen zu konsolidieren, sondern um sportlich voran zu kommen.

Wenn die Liquiditätsprobleme, die es in der letzten Saison ja wohl gab und die erst mit dem GEW-Deal erledigt waren, nicht erneut drohen, wenn die Finanzierung der nächsten Spielzeit(en) sauber aufgesetzt ist, spricht auch nichts dagegen. Geld ausgeben, welches zuvor eingespielt wurde, ist redlich. Schulden an sich sind kein Problem, wenn die Finanzierung stimmt, siehe Bayern München.

Ob diese Finanzierung nun steht, wie die Gehaltsstruktur des zukünftigen Kaders aussehen wird, ob dass erreichen der CL notwendig ist um den Laden aufrecht zu erhalten, ob bei Nichterreichen der CL geordnete Veränderungen ausreichen oder ob gleich wieder Liquiditätsprobleme drohen: Das könnten nur die Club-Verantwortlichen beantworten. Offensichtlich fragt sie aber niemand, jedenfalls habe ich dazu noch nichts gelesen.

skAndy sagt:

Beruhigend finde ich, dass weder Magath auf der sportlichen noch Tönnies auf der finanziellen Seite das allein schultern, sondern mit Heldt, Peters und vor allem Dr. Markus Kern ja noch andere Männer vom Fach am Tisch sitzen. Da darf man hoffentlich erwarten. dass der gesunde Menschenverstand mit in die Planungen einfließt.

derwahrebaresi sagt:

so beruhigend finde ich das nicht …

Dominik Rack sagt:

Und davon mal ganz ab. Wir wollen weitere Erfolge sehen, was in der CL nur möglich ist, wenn man auch entsprechendes Personal hat. War ja ganz witzig mit der jungen, nahezu unerfahrenen Truppe, aber in der CL sieht das sicher anders aus, erst recht, wenn man dann zurück in der BULI ist. Und bei 250 Mio. ist es fast schon egal, ob die 5 Mio. mehr oder weniger ausgeben. Hier hilft nur die Flucht nach vorne.