Mein Schalke!

Hier sollte vielleicht die Gratulation an den FC Bayern München stehen. Aber im Moment bin ich leer! Leerer noch als am gestrigen Sonntag, an dem die Leichtigkeit der gefallenen Entscheidung überwog. Wir sind NICHT Meister. Das ist MEIN Schalke.

Ich möchte zugeben, dass ich Angst vor dem Titel hatte. Angst vor „Meister Schalke“. Klingt Unsinnig, ich weiß, aber es hat sich nicht richtig angefühlt. 2001 hat es sich richtig angefühlt. Und sogar 2007 hätte es sich richtiger angefühlt.  Dieses Mal fühlt es sich richtig an, Zweiter zu sein. Die Enttäuschung, die ich trotzdem verspüre, hat nichts mit meinem Verein zu tun, sondern damit, das Arroganz und Hochnäsigkeit gesiegt haben. Das fühlt sich nicht schön an.

Ich war nicht bei den berichteten Gänsehaut-Momenten im Stadion dabei. Ich habe in einer drittklassigen Kneipe mit viertklassigen Besuchern das Spiel verfolgt. Nichts war schön. Nicht das Spiel und nicht die Atmosphäre. Keine Mannschaft kam zu uns, und kein Kevin Kuranyi hat sich von mir verabschiedet. Und ich bin nicht böse drum. Ich will mir eine Woche Zeit geben und nehmen. Eine Woche Geschehenes  verarbeiten. Und dann am Samstag gerne feiern. Und zwar MEIN Schalke!

Andreas

Andreas

Fakten:
Emotionsbeauftragter | Jahrgang '79 | Erster, letzter und einziger Verein als Aktiver: BV Rentfort | Wohnhaft in Bochum | Wurde mal fast von einem Affen tätowiert | Unheilbar Gutmensch | Glaubt nicht an soziale Vernetzung
Andreas

Letzte Artikel von Andreas (Alle anzeigen)