…in Kuzorras Ohr…

Soso. Der sichere heimische Punktgewinn am ersten Spieltag gehen also diesmal nach Bremen. Ja was denn? 2:0 in Hamburg, 3:3 in Hamburg, 2:2 in Hannover, 3:0 in Stuttgart, 2:1 in Hamburg… Kein Sieg in den letzten 5 Auftaktspielen. Da brauchen wir un keine Hoffnung machen.

Dann Darmstadt. Man weiss ja, wie diese Neuaufsteiger immer abgehen. Müssen sich beweisen. Ärgern alle Teams die halbe erste Hinrunde, nur um dann am Schluss doch noch um den Klassenerhalt kämpfen zu müssen.

Als Nächstes Wolfsburg. Puh. Stark wie nie. Das wird ein Hammer. Und dann ausgerechnet Mainz, Stuttgart, Frankfurt, Hamburg, Köln, Berlin und Gladbach… Puh. Und dann wieder dieser freche Aufsteiger, bevor es dann in die HAmmerspiele…

Määh! Ja, im Ernst: Man ist schon ein wenig desillusioniert. Defensivst. ‘Wie soll man denn…’, ‘Das wird doch nix’, und ‘Auweia’. Es ist schwierig, sich vorzustellen, dass man in der nächsten Saison eine Rolle spielt. Bis man eine spielt.

Dabei haben wir eigentlich größtmöglichen Grund zur und für Zuversicht. Wir haben einen neues, hungriges Trainerteam. Wir haben Deutsche-, Welt- und vielleicht sogar auch noch frischgebackene Europameister und Copa-America-Sieger im Kader. Wir haben immer noch einen der besten Torjäger Europas. Wir haben einen grandiosen Keeper. Wir haben Meyer, Sané, Draxler, Matip und massig andere hochtalentierte Eigengewächse. Wir sind nun offenbar sogar auf den Außenpositionen gut besetzt. Wir haben keine Diva im Team, die sich selbst für zu überqualifiziert hält, ihre Knieprobleme bei unserem Klub auszuleben.

Eigentlich kann diese Saison nur gut werden. Egal mit welchen Ergebnissen sie startet, und auf welcher Position sie endet. Egal ob wir gegen Duisburg schon aus dem Pokal fliegen, oder ob wir nach Berlin fahren. Weil man eine kleine Ahnung davon bekommt, dass Schalke wieder etwas mehr Schalke wird, als es zuletzt war…

Happy Hypo

Annehmen ist so eine Sache. Kann nicht jeder. Wird einem ja auch eingeimpft, dass Geben seliger sei. Wir üben das jetzt Mal: Nehmen wir doch einfach mal an, Herr Heldt oder Herr Tönnies, oder zum guten Schluß sogar beide hätten die Kritik verstanden. Sie hätten gemerkt, dass sie sich viel zu weit von der Schalker Seele entfernt hätten, oder diese gar mit Füßen getreten hätten.
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Press Play on Tape

Endlich. Die schon fast so überfällige wie überflüssige Wortmeldung zu den jüngsten Eriegnissen, die nunmehr schon wieder ein alter Hut sind, lässt nicht länger auf sich warten.
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Müde

Bist du nicht müde von dem ganzen Chaos? Ständig läufst du über Halden und in Stollen, über heisse Kohle und kalte Asche, schleppst dich weiter (weiter, weiter), weil das doch so sein MUSS. Los, lauf schon los, wer sich nicht bewegt, wird auch nicht bewegt und da sind doch ohnehin schon viel zu viele Dinge, die einfach geschehen. Entschieden werden. Von oben.

Dein Herzschlag. Oft meine ich die Trommler unten vorm Spielfeld schlagen ihn. Dann wiederum stehe ich auf einer der vielen wunderschönen Halden, einige Kilometer entfernt, und da höre ich ihn auch, Deinen Herzschlag, Erinnerungen flüstern leise im Wind.

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Skandal im Weltverein

Mehrheit für FiCe-Schalke Aufsichtsratchef Blatter bröckelt

Bisher galt die Wiederwahl von FiCe-Boss Blatter als sicher. Doch nach den dramatischen Entwicklungen im Fußball-Weltverein kommen die abstimmenden Fan-Verbände ins Grübeln. Blatter selbst macht sich rar und sagt Termine ab.
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Di Matteo raus!

Es ist so unfassbar lächerlich. An allen Fronten.  Auf der einen Seite stehen Fans, die der Mannschaft entgegenschreien, dass alle gehen können. Alle außer Fährmann natürlich. Dass sie damit nur unseren Eigengewächsen ins Gesicht schlagen, nicht dem Teil der zugekauften Spielern, denen eh alles egal scheint, ist ihnen entweder nicht bewusst, oder aber ebenso egal.
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Schalke. Meine Sucht.

Du frisst mich auf, hast mein königsblaues Herz verschluckt.
Hinabgewürgt in deinen viel zu engen Stollen-Magen.
Vorm Mundloch setze ich mich. Lautlos ringend nach Luft.
Ein… dann Aus. Autsch!
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Geschafft!

Mit dem Schlusspfiff gestern um ca. 19:20 Uhr endete für mich eine Bundesligasaison, der ich durchaus positives abgewinnen kann. Moment, jetzt schon? Und wieso positiv? Ist der besoffen?
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Geht!

Wann immer ich einen Schalkehasser kennenlerne, der nicht selber in einem ähnlich löchrigen oder noch wackligeren Boot – ihr wisst schon, diese schwarzgelben und rotweissen Dinger – sitzt, gehen mir sehr schnell die Argumente aus, warum mein Verein so liebenswürdig ist.

Denn das ist er doch, oder?


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Pein

Weiß noch genau, wie sich das anfühlte: wenn mir die Eltern peinlich waren. Es hatte was Verbotenes, denn es waren ja die eigenen Eltern. Aber genau deswegen wurden ja auch die Arme nicht entsetzt in die Höhe geworfen, sondern eher stieg mir eine zartglühende Röte ins Gesicht.
Auch meine eigenen Kinder waren mir schon mal peinlich; schon Tabu, das überhaupt zuzugeben. Denn ich liebe sie doch. Entkräftend ließe sich immerhin sagen: nicht die Kinder, sondern ihr Verhalten war, welches mich ungenehm berührte.
Herzenssachen, obwohl doch Herzens Sachen, die einem unangenehm sind: Sie verursachen eine bestimmte Art Pein, eine Spur Bitterschmerz, ein Rotwerden wie bei einer kleinen Lüge, ein Lippenzusammenkneifen wie bei etwas, was man eigentlich nicht zugeben möchte.

Mein Lieblingsverein ist mir derzeit peinlich.
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Willkommen auf Schalke, Lothar Matthäus!

Nein, keine Angst. Ihr könnt den Mund wieder zumachen, das Smartphone aufheben oder die Faust aus dem Bildschirm ziehen. Aber wir können auf Schalke derzeit halt weder beleidigte Mannschaftsärzte noch aufhörende bzw. gefeuerte Trainer bieten. Und irgendwie muss man ja im Gespräch bleiben, auch wenn es nur durch bescheuerte, gelogene Überschriften ist. Man munkelt, es gibt Verlage, die verdienen mit so etwas sogar Geld….
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Aufhören!

Schalke gegen Freiburg, irgendwann so um die 70. Spielminute. Der gerade erst wieder genesene Jefferson Farfan setzt zu einem seiner gefürchteten Flügelsprints an. Also das, was er am besten kann und weswegen er so schmerzlich vermisst wurde. Eigentlich weiß nun jeder in der Arena: Jetzt wird es gefährlich. Flanke, Doppelpass oder ein schnelles Eindringen in den Strafraum, alles ist möglich. Oft konnte man dann dieses erwartungsfrohe Raunen, auch genannt „Fertigmachen zum Jubeln“ in der Kurve vernehmen. Und am Samstag? Tja, da musste er auf den Ball treten und den Angriff abbrechen, da nur Marco Höger im lockeren Joggingtempo langsam nachrückte.

Nur eine Aktion aus 90 Minuten, die aber sinnbildlich für das Schalker Spiel der letzten Wochen steht. Es macht derzeit einfach keinen Spaß mehr. „Aufhören!“ möchte man schreien, wohl wissend, dass es viele der Akteure ohnehin nicht interessiert. Also steht oder sitzt man in der Arena oder vor dem Fernseher und schüttelt fassungslos den Kopf.

Selbstverständlich hatten wir ein unheimliches Pech mit Verletzungen und natürlich brauchen viele der nun wieder gesunden Spieler noch Zeit, um voll in Form zu kommen. Aber von einem Profi, der für so gesund befunden wird, wieder im 18er-Aufgebot zu stehen, erwartet man halt wenigstens 100% Einsatz. Und davon ist derzeit herzlich wenig zu sehen. „Nicht können“ ist eines, damit kann ich leben. Aber „nicht wollen“- und danach sieht es bei vielen im Augenblick definitiv aus-kann und will ich nicht akzeptieren. Immerhin haben die Verantwortlichen nun das Saisonziel korrigiert, statt der Champions- steht nun die Europaleague im Fokus und soll unbedingt erreicht werden. Mit den Leistungen der letzten Wochen dürfte es aber selbst da nochmal eng werden.

„Wir verpflichten nur noch Spieler, die Charakter haben und sich mit dem Verein identifizieren“ hat Clemens Tönnies vor zwei Jahren auf der Jahreshauptversammlung gesagt. Wann wir damit anfangen, ist aber wohl ein noch gut gehütetes Geheimnis. Stattdessen sitzt der Aufsichtsratsvorsitzende in der sonntäglichen Fußballrunde „Doppelpass“ und plaudert fröhlich über das Interesse an Khedira, was für feuchte Augen bei dessen Berater gesorgt haben muss, der in Gedanken schon mal die Provision ausrechnete. Und das ganze, obwohl er nur knapp 10 Minuten vorher betonte, sich aus Personalentscheidungen rauszuhalten. „Clemens, aufhören!!!!“ will man auch hier wieder ins Dopafon schreien.

Nun gut, es bringt ja nun nichts, den Kopf in den Sand zu stecken und den verpassten Zielen nachtzutrauen. Wir müssen uns jetzt zusammenreißen und eine Serie starten, die Mannschaft hat schließlich genügend Qualität um…….ja, ist ja gut, ich hör ja schon auf! Denn ich kann es wie viele andere auch einfach nicht mehr hören oder lesen. Phrasen wurden mal wieder genug gedroschen, es wird Zeit für eine echte Reaktion auf dem Rasen. Sonntag in Wolfsburg wäre doch ein guter Zeitpunkt, damit zu beginnen.

Verrechnet.

Was macht man denn jetzt? Verzeiht man den Zwei-Punkteverlust, weil man ja mit einer Supermegaleistung trotzdem nichts zählbares einfahren konnte? War das nicht schon die Wiedergutmachung für die kläglichen Spiele davor? Ist da noch Kredit, oder darf man schon wieder moppern?
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Kann man mal machen…

Gegen Real Madrid kann man mal verlieren. Ja, was glaubst du? Und gegen einen in Hochform agierenden Nordklub fängt man sich schon mal in der letzten Minute den Ausgleich, wenn man vorher nicht genug tut. Da machste nix! Aber sich von einem krisenabschüttelnden Reviernachbarn abschlachten lassen, das ist zuviel des Guten. Da sind sich alle einig.
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1000 Euro? Aber sicher!

Da hat unser Aufsichtsratsvorsitzender aber wieder mal einen rausgehauen. Jedes Schalke-Mitglied sollte idealerweise einen Betrag von 1000 Euro spenden. Damit könnte man die Verbindlichkeiten fast komplett bezahlen, würde 25 Millionen im Jahr an Zins und Tilgung sparen und hätte so nach 10 Jahren eine Viertelmilliarde Euro mehr zur Verfügung. So die Theorie. Nun gut, böse Zungen würden jetzt behaupten, dass man ohnehin nix zurückzahlt und die Kohle nur dazu genutzt werden würde, den nächsten überbezahlten Kicker an den Schalker Markt zu lotsen. Aber wer weiß das schon? Ist ja auch noch Schnee von übermorgen, erst mit verpasster CL-Qualifikation (und mit der „Leistung“ von Samstag wird man diese verpassen!) könnte das Thema akuter werden, als uns allen lieb ist.
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Selbst wenn, selbst dann…

Ende Februar. Dicke graue Wolke, prasselregenfieser Wind, der draußen stürmt und in allen Hausfluren pfeift. Trübsalmasken auf den schwarzgelben Gesichtern und zu allem Überfluss auch noch… DERBY!
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Nicht alles vorbei…

Manchmal liegen Sieg und Niederlage nah beieinander. Zugegeben, das gestrige Null-Zwei beim Champions League Spiel in Gelsenkirchen liess nicht gerade den Verdacht zu, dass es in dieser Verbindung zu einer Kopulation kommen könnte, aber wir haben auch nicht nur verloren.
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BüttenGErede

Jubel, Trubel, Narretei

geht an GE ja meist vorbei

Auch Samstag bei den Offenbachern

da gab es für uns nix zu lachen!
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Warmstart

Der taktisch kluge Heimsieg gegen Gladbach, welcher im Nachklang dann doch nicht gänzlich ungefährdet war – und damit meine ich nicht die Bombendrohung (?), die für den verzögerten Anpfiff gesorgt hat – war sicherlich nicht der größte Augenschmaus der jüngeren Vereinsgeschichte. Aber er lädt trotzdem zum Schwärmen ein. Zum einen, weil es immer wieder geniale Einzelaktionen von Routiniers wie Boateng und Choupo Moting, aber auch von Jungspunden wie Sané und Torwart Wellenreuther zu bestaunen gab, zum Anderen, weil wir eins der schönsten Tore der Saison bestaunen durften, dass ausgerechnet durch die Zusammenarbeit der vielkritisierten Boateng und Barnetta entstand. Barteng!
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Sympathisch oder einfach bekloppt?

Ich hege nicht die kleinste Sympathie für unseren Reviernachbarn. Er ist mir der zweitunliebste von allen Bundesligavereinen. Dass hat etwas mit Rivalität zu tun und ist okay so. Natürlich weiss ich als fast erwachsener Mensch, dass nicht alle Schalker sympathisch und alle Dortmunder bekloppt sind. Es geht um ein Gesamtbild. Und in diesem Falle mehr – so wie es oft bei Rivalitäten ist – um unliebsame Gemeinsamkeiten als um eklatante Unterschiede. Obwohl es Letztere natürlich auch gibt.
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