22 Mrz

Eine Halbzeit bei Union

Als ich vor einem halben Jahr nach Berlin gezogen bin, war das Einzige was mich wirklich davor zurückschrecken ließ, alles was mit Schalke 04 zu tun hat.

Nach ein paar Monaten fehlt einem natürlich noch Anderes, jedenfalls fällt mir jetzt erst so richtig auf, was mir am Ruhrgebiet und zuletzt in Düsseldorf so gefiel.

In meinem sozialen Umfeld tauchten bisher nur Unioner auf und natürlich ergab es sich, dass man auch mal zu einem Spiel mitgeht. Aus 2001 hat man irgendwie noch gute Erfahrungen. Union und Schalke, dass ist kulturell nicht so ganz weit entfernt.

Eisern Union stand letzten Montag nur ein Sieg gegen (ausgerechnet) den 1. FC Nürnberg davon entfernt auf Platz 1 der zweiten Liga zu klettern und das Stadion war ausverkauft.

Als Gruppe von knapp 10 Leuten war es dem Organisator der Sache irgendwie Wert uns besonders gute Plätze zu beschaffen. Also waren wir sehr zeitig im Stadion. 16€, Stehplatz auf der Gegengerade. Exakt auf Höhe der Mittellinie warteten wir auf den Anpfiff. Bis es sich ereignete, dass ich auf einmal Mitten in ein Gespräch Leute zwischen uns stellten.

Auf den Hinweis, dass sie sich sich gerade in Mitten meiner Reisegruppe bequemt hatten, reagierten sie reichlich empört. „Ich steh schon immer hier“ schlug es mir entgegen. Als Pöbel-Experte brauchte ich nicht lange um ein „ich auch, seit dem ich zu Union gehe“ zu entgegnen, was natürlich zunächst für einige Lacher sorgte. Ich selbst kam mir eigentlich eher reichlich beschämt vor. Schließlich würde ich es mega zum kotzen finden, wenn sich so Touristen, gerade weil es hipp ist und Union raketenmäßig abgeht auf die besten Plätze stellen und dann auch noch auf Stammplätze. Ich konnte die Situation leider nicht mehr entschärfen, obwohl ich es gerne getan hätte. Der von mir zurückbepöbelte hat sich nicht mehr eingekriegt, auf meinen lustig gemeinten Hinweis, dass ich schon seit 20 Jahren eine Dauerkarte habe, eskalierte er quasi. „Wo denn? Die will ich sehen! Bei Hertha oder wat?“. Kein dazwischen kommen mehr. Ich zog es vor, lieber die Fresse zu halten. Am liebsten würde ich mich entschuldigen. Boldt (oder so ähnlich) und Rückennummer 1 war auf seinem Trikot.

Bei Union gewesen zu sein war irgendwie wie in Parkstadionzeiten auf Schalke zu gehen. Es roch nach Holzkohle Bratwurst. Irre. Dieser Geruch im Fussballstadion. Das Stadion von Union, die Alte Försterei, wurde 2008 saniert. Die Betreiber-Gesellschaft ist eine Aktiengesellschaft und 44% der Aktien gehören Fans, der Verein hält 55%. Stolz sind sie in Berlin darauf, dass das Stadion mit mithilfe der Fans umgesetzt wurde.

Flutlicht, so Richtiges. Das von vier Seiten, und nicht vom Hallendach. Das macht eine andere Atmosphäre. Eine ehrlichere, als das Flutlicht, welches vom Arenadach kommt.

Ein paar Sachen sind mir sehr wohlwollend aufgefallen bei Union. Es wurden 2 ältere Spieler verabschiedet und eine langjährige Mitarbeitern. Ich glaub sowas ähnliches wie der Charly Neumann von Union Berlin.

Während der Verabschiedung und während des Aufwärmens nahmen alle Spieler an der Verabschiedung teil, selbst Jens Keller, den ich auch aus 50m Entfernung erkenne, war dabei und applaudierte.

Es gab kein richtig nerviges Vorprogramm, wo Sponsor XYZ irgendwas präsentiert. Zwar gab es auch einen Stadionsprecher und eine Kamera, die das ganze auf der Videoleinwand übertrug, aber es war nicht omnipräsent, sondern eher beiläufig. Man konnte sich gut unterhalten.

Während die Gästefans willkommen geheißen wurden, applaudierte das Stadion. Das gefiel mir. Man muss nicht jeden gleich als Hurensohn beschimpfen. Ich frag mich, wo dieser kulturelle Unterschied herkommt. Wie entwickelt sich sowas? Auf Schalke wird jede Gastmannschaft erstmal angepöbelt. Ich bin auch so sozialisiert worden und fand das lange normal. Aber eigentlich ist es bescheuert. Die Glubb-Fans sind am Montag 450km gefahren, um ihre Mannschaft zu unterstützen. Das allein nötigt zunächst einmal Respekt ab, wenn man ehrlich ist. Das hat mir also imponiert.

Richtig Freude bereitet hat mir allerdings, dass dieses dämliche und überall gleich geschalte Mannschaftsaufstellungs-Prozedere bei Union anders ist. Während die Aufstellung des 1. FC Nürnberg durchgesagt wurde, schalte es nach jedem Spielernamen ein „Ja und?“ durch das Stadion. Witzig.

Bei der eigenen Mannschaft hingegen sagt der Stadionsprecher den vollen Namen. Richtig gelesen. Nicht den Vornamen und das Stadion brüllt mehr oder weniger zusammen den Nachnamen, auch bei dem hinterletzten Bankdrücker sondern der ganze Name wird einfach vorgelesen. Das Stadion antwortet danach mit „Fußballgott“. Es ist eine Nuance, die mir gefiel.

Vermutlich gibt es bei Union Berlin noch mehr zu entdecken. Aber irgendwas störte mich trotzdem. Ich stand auf dem Stehplatz eines fremden Vereins. Und nicht dem des 1. FC Nürnberg, wo ich schon so viele Spiele im Stadion gesehen habe, sondern bei einem völlig Fremden.

Ich bin in der Halbzeit abgehauen. Irgendwas war zu viel. Die fremden Gesänge, das Rumgehüpfe, das irgendwie ein bisschen Assi sein, halte ich bei Schalke 04 gut aus. Das ist meine Heimat, meine Herzensangelegenheit aber in fremden Kurven finde ich das gruselig.

Union ist wirklich ein wenig anders, als alles, was ich bisher gesehen habe und das sollten locker mehr als 100 Stadien und Fans gewesen sein.

Gespannt bin ich, wie sich das ganze in der 1. Bundesliga darstellt, sollte Union Berlin wirklich aufsteigen. Was passiert eigentlich, wenn der Verein mal europäisch spielt und aus einem 3/4 Stehplatz-Stadion ein reines Sitzplatz-Stadion wird?

Vor dem Spiel hörte ich einige, die sich über den heutigen Zulauf des Spiels naserümpfend beschwerten. „Sind wohl einige Zujezogene da, wa?“ – Ja so war das und es wird mit dem weiteren Erfolg nicht weniger. Union hat gewonnen. Die Fans sangen „Scheiße, wir steigen auf“.

Dafür alles erdenklich Gute.

21 Mrz

Wundertüte Schalke

Schalke siegt mit 0:1 in Mainz. Praktisch das i-Tüpfelchen auf eine Woche, wie wir uns sie doch immer häufiger wünschen würden. Ich bin ehrlich, nach dem souveränen Auftritt gegen Augsburg, und dem Eurofighter-Thriller in Mönchengladbach hatte ich mir nicht viel ausgerechnet. Dafür waren die Auftritte in dieser Saison zu schwankend, auf gute folgten dürftige Leistungen und gerade in den englischen Wochen ging der Truppe am Ende irgendwie immer die Luft aus. Zudem war ich live vor Ort, was in der Regel häufig in einem mittelschweren Desaster aber seltenst mit drei Punkten endet. (mehr …)

17 Mrz

Döp Döp Döp

Gibt so Tage, da kann man sich -döpdöpdöp- nicht -döpdöpdöp- konzentrieren. Man kennt das. Irgendwo hat man ein -döpdöpdöp- Lied aufgeschnappt, das dann nicht mehr das Ohr verlässt. Und damit -döpdöpdöp- meine ich nicht das epische Vereinslied des FC Ingolstadt, sondern den nervigsten Toreinspielsong der westlichen Hemisphäre, nämlich das Gladbacher döpdöpdöp aus dem Hause Scooter. Aber was heißt schon nervig. Man muss mit den Gegebenheiten umgehen können und als Zeichen des Respekts gegenüber dem -döpdöpdöp- internationalen Gastgeber feiert man das grandiose Weiterkommen ins Viertelfinale mit dem einheimischen Liedgut. Und so sang die Auswärtskurve schon nach dem verdienten Ausgleich und lange nach dem Spiel respektvoll diesen Knallersong mit seinem sozialkritischen und zum Nachdenken anregenden Text.

Es war ein Abend, der ganz im Zeichen des internationalen Wettbewerbs stand. Schon direkt nach der Auslosung begann das Kribbeln, nicht nur wegen des zu erwartenden Fußballspiels, sondern weil es international einfach dazu gehört, Land und Leute kennenzulernen und die Geschichte der gastgebenden Metropole zu studieren. Und so konnte man nach wenigen Klicks erfahren, dass man in Mönchengladbach niederrheinisch spricht, man altes Bier trinkt und auch zum Kochen altes Bier benutzt. Laut Wikipedia haben sich früheste Spuren von Besiedlung in Mönchengladbach schon vor rund 300.000 Jahren nachweisen lassen, damals noch in Form des Homo Erectus, einem Vorgänger des neuzeitlichen Menschen.

Homo Erectus, also sowas wie der erste aufrecht gehende Mensch der Geschichte, ist somit auch aufgrund seiner Gangart der erste, der überhaupt in der Lage ist, ein Handspiel im Strafraum zu begehen. Einer seiner Art mischte auch im Gladbacher Team mit. Das etwas unbeholfene Rumfuchteln mit den Armen konnte den Kontakt mit dem Ball nicht mehr verhindern und der höfliche Herr Schiedsrichter aus Großbritannien zeigte auf den Elfmeterpunkt. Zum Glück befand sich Elfmeterkiller Huntelaar zu diesem Zeitpunkt auf der Bank und zum Glück sah der forsche Gang von Choupo nach dem Elfmeterpfiff nur so aus, als wolle dieser schießen. Tatsächlich verwandelte Nabil Bentaleb sehr souverän. Ausgleich. Döpdöpdöp. Weiterkommen!

Dabei sah es vorher so ätzend aus. Gladbach war in der ersten Halbzeit nicht wirklich überragend, schaffte aber zwei Tore. Nun gut, ein Tor oder zwei Tore gegen uns bedeuteten keinen richtigen Unterschied, denn zwei mussten wir ohnehin machen. Aber diese eine Szene kurz vor der Halbzeitpause, als Choupo einen Konter vorne künstlerisch ausdribbeln wollte, anstatt was Zählbares daraus zu machen und im Gegenzug das 2-0 fiel; diese eine Szene hat einen nicht mehr recht dran glauben lassen, dass überhaupt noch etwas geht.

Aber -döpdöpdöp- es ging. Eine seltsame Unebenheit im Rasen führte zum Anschlußtor und das Auftreten des Homo Erectus in Mönchengladbach zum bereits beschriebenen Ausgleich.

Und somit war es dann mal wieder der perfekte internationale Abend.

Jetzt sind es noch 04 Spiele bis zum Finale und 5 Spiele bis zum Sieg des Wettbewerbs. Wird ja mal wieder Zeit. Der einzige Wermutstropfen an der ganzen Sache: In Stockholm ist das Bier unerhört teuer. Skål!

15 Mrz

Das Wunder vom Borussia Park

Die Fußballwelt war ja schon an Wundern wirklich satt. Grotenburgkampfbahn 1986, AOL Arena 2001, Camp Nou 2017. Aber was sich morgen zwischen 21.05 Uhr und 22.54 Uhr im Borussia Park zu Mönchengladbach ereignet haben wird, lässt Fans und auch bisher kaum der Fußballbegeisterung Verdächtige nun wirklich um Worte ringen. Wie soll man dieses Über-Wunder, diese magische Nacht der Unmöglichkeit, diesen Wahnsinn an Unvorstellbarem noch nennen, das, was da morgen abend passiert ist? (mehr …)

13 Mrz

Zwei Seelen wohnen, ach! in meiner Brust

Hat hier irgendjemand den Faust gelesen? Ich frage für einen Freund, der gestern ein Fußballspiel gesehen hat. Er traut sich nicht richtig zu fühlen. (mehr …)

10 Mrz

Warum die Schalker Fans trotz des unbefriedigenden Ergebnisses am Ende applaudierten.

Gelsenkirchen. Einundzwanziguhrnochwas. Die Stimmung ist gedämpft. Nicht schlecht, aber gedämpft. Die Spieler im blauen Dress werden kritisch von ihren Fans beäugt. Fast alle sind sich einig: Hier muss ein königsblaues Schützenfest her. Alles andere ist nach der bitteren Niederlage im Ligaspiel am Niederrhein zu wenig.

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07 Mrz

Das WEB 0.4 fordert: Kein Machtwort von Tönnies!

Hört ihr das? Hach, diese Ruhe…Ist das nicht schön?

 
Wir spielen nicht besonders effektiv, nicht besonders attraktiv, vor allem aber spielen wir nicht besonders erfolgreich. 

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05 Mrz

Baby you can drive my car

In der Hinrunde war das Spiel gegen Gladbach der Wendepunkt. Nach 5 Niederlagen gewann Schalke zu Hause 4:0. Es war der Befreiungsschlag. Jetzt konnte man wieder oben angreifen.
Und nun? Die ersten 6 Spiele der Rückrunde sind gespielt. Diesmal wurden nicht 5 Spiele verloren. Trotzdem kommt es einem so vor, als stehe man wieder da, wo man die Aufholjagd begonnen hatte. 
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02 Mrz

Verschwörungen und bessere Zeiten

Ich habe ehrlich keinen Bock über München zu reden. Mach ’s aber trotzdem, denn meine unglaubliche These wird Dir die Augen öffnen. Wenn Du das innerhalb der nächsten 10 Minuten an 4 Deiner Freunde weiterleitest, spielt Schalke auch nächstes Jahr wieder international! Und Raúl kommt zurück! Und Matip! Und ein Fremder wird dir in den nächsten 4 Tagen seine Liebe gestehen. (mehr …)

26 Feb

Kurz und Schwer

Ich hege eine Abneigung gegen Heimspiele gegen Hoffenheim. Das hat nichts mit der durchaus vorhandenen Abneigung gegen Hoffenheim zu tun. Vielleicht hasse ich sogar Heimspiele gegen Hoffenheim. Und das ist ganz einfach begründet. Denn jedes Mal, wenn Hoffenheim auf Schalke spielt, verfalle ich in eine seltsame Stimmung. Eine Nachdenkliche. Eine Traurige.

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24 Feb

Was zählt?

#lastnightinbuer Was bleibt zum gestrigen Spiel zu sagen. Vielleicht παιχνίδι παίζεται στο γήπεδο – entscheidend is auf’m Platz.

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21 Feb

Kein Fussbreit…

Einige von euch kennen mich inzwischen recht gut. Lang genug gebe ich nun hier im Internet meine Meinung zum Fußball und seinem Drumherum kund. Nicht alle lieben das. Vor allem die nicht, die die Vokabel Gutmensch gerne nutzen. (mehr …)

20 Feb

Schalke in Köln, Sonntag Abend 17:30

Während die Königsblauen unter der Woche im Europapokal noch in Griechenland höchst erfolgreich waren, stand mit dem 1. FC Köln ein Gegner parat, der sich unter der Woche dem Trainingsbetrieb hingeben konnte.

Köln hatte vor dem Spiel schon 32 Punkte gesammelt. Schalke hingegen nur 25.
Während die Rheinländer auf Platz sechs schielen und damit endlich mal europäisch dabei sein können, versucht sich Schalke weiterhin daran den desolaten Saison-Start auszumerzen.

Wie Torsten in seinem Königsblog so schön schrieb, braucht es dafür einen Punkteschnitt von 1,8 vom eigentlichen königsblauen Saisonstart an Spieltag 6 als man Gladbach mit 4:0 nach Hause schickte. Man erinnert sich eigentlich kaum noch.

Das Spiel selbst war irgendwie zäh. Der Spiegel führt das in seinem Artikel zum Spiel auf die Leistungsdichte im Mittelbau der Bundesliga. Schalke ging in der 2. Minute schon mit 1:0 in Führung. Für mich ist daran erwähnenswert, dass ausgerechnet der Winter-Neuzugang Caligiuri das Tor vorbereitet hatte. Im Zuge dessen Neuverpflichtung, über die ich ein wenig überrascht war, habe ich mir mal die Leistungsdaten angesehen, die man auf transfermarkt.de so findet.

Dabei kam heraus, dass Daniel Caligiuri in 190 Bundesliga Spielen bloß 27 Torvorlagen gab. Was einen Schnitt von etwa 7 Spielen macht.

Bei Schalke ist der Schnitt jetzt auf 4 Spiele verbessert worden. Was mich natürlich erfreut. Erfreut hat mich natürlich auch das 1:0.

Kurz vor der Halbzeit schoss Modeste das 1:1. Was ein wirklich sehenswerter Treffer war. Wohl nicht umsonst streitet er sich dieses Jahr mit Lewandowski von Bayern und Aubameyang von den Gelben um die Torjäger-Kanone.

Damit war das Spiel eigentlich gelaufen. Schalke hätte das Spiel gewinnen können. Da war irgendwie mehr drin. Allerdings muss man auch feststellen das Schalke in den letzten 15 Tagen fünf Spiele hatte und keins davon ging verloren. Mein Bauch sagt irgendwie, dass es dieses Jahr einfach nichts werden wird mit einer Qualifikation für einen internationalen Wettbewerb über die Bundesliga  im nächsten Jahr.

Allerdings rechne ich mir auch jedes Wochenende einen Wolf, ob man es nicht doch noch schaffen könnte. Und hier im Web 0.4, dem offiziellen Bildungsportal des FC Schalke 04, lasse ich euch teilhaben an meinem viertklässrigen Mathe-Spökes.

Folgende Bundesliga-Partien stehen für Schalke noch an:

FC Schalke 04    –    TSG Hoffenheim
Borussia M´gladbach    –    FC Schalke 04
FC Schalke 04    –    FC Augsburg
FSV Mainz 05        –    FC Schalke 04
FC Schalke 04    –    Borussia Dortmund
SV Werder Bremen    –    FC Schalke 04
FC Schalke 04    –    VfL Wolfsburg
SV Darmstadt 98    –    FC Schalke 04
FC Schalke 04    –    RasenBallsport Leipzig
Bayer 04 Leverkusen    –    FC Schalke 04
SC Freiburg        –    FC Schalke 04
FC Schalke 04    –    Hamburger SV
FC Ingolstadt 04    –    FC Schalke 04

In 13 Partien sind für Schalke noch 39 Punkte drin, mit den bisherigen 26 wären das 65 Punkte. Bedeutet auch, wir können noch 4 Spiele verlieren und ein Unentschieden machen, um auf 52 Punkte zu kommen. Wir können aber auch hier Schluss machen und die 65 Punkte nehmen. Das wäre Champions-League. Aber wir sind der FC Schalke 04, weit weg von maximalem Optimismus. Wir sehen das mal realistisch.

Gehen wir mal davon aus, dass wir fast alle Heimspiele gewinnen und nur eins verlieren, was in sechs Partien 15 Punkte wären.

Mönchengladbach auswärts könnte eine Niederlage werden. 0 Punkte.

Mainz auswärts, müsste dem Selbstverständnis nach ein Auswärtssieg zu holen sein. Ich tippe mal auf ein Unentschieden. 1 Punkt.

Bremen auswärts muss gewonnen werden. Ebenso in Darmstadt. 6 Punkte

Leverkusen könnte eine Niederlage werden. 0 Punkte

Freiburg auch ein Unentschieden. 1 Punkt

Und in Ingolstadt müsste man gewinnen. 3 Punkte

Macht 11 Punkte aus 7 Partien.

Und jetzt obacht:
52 Punkte

Na?

14 Feb

Ein Lichtblick

„Denk ich an Fußball in der Nacht, so bin ich um den Schlaf gebracht“, so könnte das Motto derzeit heißen. Der Fremdschäm-Faktor rund um die Bundesliga nimmt mit jedem Tag ein bisschen mehr zu. (mehr …)

09 Feb

Darf man eigentlich auch wieder über Fußball reden?

Diese Frage stelle ich mir unwillkürlich bei der derzeitigen Berichterstattung. Die Zeitungen sind seit Tagen voll von den Vorkommnissen, die sich am vergangenen Samstag rund um das Westfalenstadion abgespielt haben. Gerade die Funke-Gruppe in Person des Chefpopul…redakteurs  sticht in der Berichterstattung hervor. Umfragen, wie lange denn bitte die Süd gesperrt werden soll, reißerische Titel a la „Eine Schande für den Fußball“ und seitenlange Berichte über die Vorgänge vor und während des Spiels BXB-RBL. (mehr …)

05 Feb
Auch ein Fliegenfänger. Bild: Norbert Reimer

Nach den Nichtleistungen gegen Ingolstadt und Frankfurt erwarteten die Schalker ein erneutes Desaster. Doch dann geschah dies:

Die erste kleine Parallele zur Hinrunde, als nämlich einer desaströsen Leistung in Frankfurt eine passable Leistung gegen die Bayern folgte, diesmal nur mit dem kleinen, aber feinen Punkteunterschied. Dazu noch war es ein Spiel von allerhöchstem Unterhaltungswert, der von einem soliden Spielaufbau und einer klaren Linie nach vorne bestimmt wurde. Dinge, die man in den letzten Monaten schon vergessen hatte. Auf so einer Basis freut man sich auf die Spiele, die jetzt kommen, wäre da nicht die Sorge, dass es im nächsten Match aus heiterem Himmel wieder lethargisch zugeht. Der S04 war und bleibt leider auch in dieser Spielzeit eine reine Wundertüte.

Dabei fiel das zu befürchtende Gegentor schon nach wenigen Minuten und ausgerechnet nach einem Stockfehler von Badstuber. Zum Glück erwies er sich dann aber im Laufe der weiteren Partie doch nicht als bayerisches U-Boot, sondern war mit Ausnahme dieses Patzers ein bärenstarker Teil einer bärenstarken Mannschaft, aus der man niemanden herausheben kann – es war eine großartige Teamleistung. Hinzu kommt, dass man auch die Schwachstellen der Bayern perfekt analysiert hatte. Als solche Schwachstelle hatte man im Vorfeld offenbar den Torwartangestellten des Gegners ausgemacht und so ist es kein Wunder, dass gefühlt erstmalig in dieser Saison ein Tor durch einen Standard fiel, an der -wie vorauszusehen war- der Torwartangestellte seinen Anteil hatte. Perfekt!

Der Aufreger des Spiels war für mich jedoch eine Szene kurz vor Schluß. Bayern drehte zum Ende hin auf und mit einem gigantischen Tackling gelingt es Nastasic, Müller den Ball zu entreißen. Chance perfekt und fair vereitelt. Wie wurde diese Szene jedoch von Kai Dittmann auf Sky kommentiert? Sehen wir mal davon ab, dass der Reporter als einziger weit und breit ein Foul gesehen haben will, was selbst der eilig zugeschaltete Rückpass-Experte Dr. Markus “ein Spiel dauert 94 Minuten” Merk dementierte. Wenn die steile These des Fouls somit nicht mehr zu halten war, wer bekommt ein Extralob von Dittmann? Matija Nastasic für ein Weltklasse-Tackling? Nein. “Für mich ist Thomas Müller der Mann des Spiels, weil er sich nicht beim Schiedsrichter beschwerte und einen Elfer rausholen wollte”, verlautbarte es aus den Lautsprechern. Meine Güte, das ist auf so vielen Ebenen einfach schlecht. Aber so ist es eben, wenn man bekennende Dortmunder unsere Spiele kommentieren lässt.

Aber regen wir uns nicht mehr über solche Nebensächlichkeiten auf, sondern genießen den Moment. Der Moment übrigens, an dem ich nach ungefähr 20 Jahren lernte, dass das großartige Lied “Bayern” von den Toten Hosen aus der Feder des großartigen Funny van Dannen stammt. Diese wichtige Erkenntnis will ich den getreuen Leserinnen und Lesern natürlich mitgeben, um auch den Bildungsauftrag dieses feinen Blogs zu erfüllen. Glückauf!

28 Jan

Was war das für 1 Leistung?

„Bum Bum Kola“. Das hörte ich am meisten diesen Abend. Oder „langen Hafer“.

 Wie immer, habe ich mir Donnerstag die PK zum Spiel angesehen. Unser leicht mürrisch wirkender Bayer erzählte vorne auf dem Podium von Mut und flach spielen. Gesehen habe ich heute beides nicht. Doch. Mist ich habe die ersten 04.+1 Spielminuten vergessen. Da haben wir gezeigt was geht. Wo der Frosch die Locken hat. Mit ein bisschen Glück steht es da schon 1:0 und das Ding ist vermutlich durch. Als dann aber die 04.+2 Spielminute anbrach, war der Zauber vorbei. Als hätte jemand eine Schalter umgelegt.  (mehr …)

23 Jan

Leider historisch.

Um ist sie nun, die Hinrunde. Und die Bilanz ist zunächst natürlich bitter. Nur 6 Siege stehen 8 Niederlagen und 3 Remis entgegen. Immerhin: Man es also vermieden, mehr als die Hälfte der Spiele zu verlieren. (mehr …)

22 Jan

Rückholaktion

Wisst ihr noch? Am 27. August 2016? Wir spielten in Frankfurt. 1. Spieltag. Auf der Bank saßen Bentaleb, Baba und Embolo, auf dem Feld standen die, mit denen es zuvor nicht so gut klappte. Unter anderem Dennis Aogo. Bis gestern war es das letzte Mal, dass er in der Startaufstellung stand. (mehr …)

21 Dez

Dollarzeichen

Keine Ahnung, ist in allen Schalke-Adventskalendern an den selben Tagen immer das gleiche Gold- oder Silberpapier-Schokolädchen drin? Heute morgen, an diesem aus mehreren Gründen diesigen Tagesbeginn, vom gestrigen Abend noch Wunden leckend, finde ich das Stück, das ich zunächst für ein S04-Emblem hielt – wie gesagt, „diesig“ – welches sich aber dann als sich drehende Onkel-Dagobert-Dollarzeichen-Münze herausstellte. (mehr …)